Bleikristall ein Hauch von Luxus

Bleikristall ist eine Bezeichnung für glattes oder geschliffenes Bleiglas. Die Bezeichnung „Bleikristall“ ist irreführend, da es sich nicht um einen Kristall sondern um ein Glas also einen Feststoff handelt.
Gebrauchsgegenstände aus Bleiglas, vor allem Trinkgläser für Wein und  Kerzenleuchter, Schalen, Dosen, Vasen und Kuchenplatten. Weiterhin werden auch Schmuck und Schmuckgegenstände wie Büsten, Miniaturmodelle, Kristallbehang  usw. aus Bleikristall hergestellt.
Zur Herstellung farbigen Bleikristalls gibt es zwei Methoden. Die günstigere Methode ist das Bemalen der Gläser mit speziellen Farben, die durch einen anschließenden Brennvorgang dauerhaft mit dem Glas verbunden bleiben.
Hochwertige farbige Bleikristallgläser werden in der sogenannten Überfangtechnik hergestellt. Dabei wird das transparente Glas während der Fertigung mit andersfarbigem, flüssigem Glas überzogen und anschließend in Form gebracht. Durch das teilweise Wegschleifen der farbigen Außenfläche nach dem Erkalten entstehen bunte Glasstrukturen. Derartige Gläser sind oft in Handarbeit hergestellt und dementsprechend teuer.

In Deutschland wird Bleikristall inzwischen auch industriell gefertigt, indem das Glas maschinell gepresst oder in Formen geblasen wird. Dabei entsteht bereits die typische Form des Glases, und der Schleifvorgang entfällt. Die Oberfläche wird danach in Florwasserstoff geätzt. Man spricht dabei von der Säurepolitur. Für glatte Gläser ohne Schliff kommt auch die günstigere und umweltfreundlichere Feuerpolitur zum Einsatz, wobei die Gläser durch gleichmäßiges Erhitzen der Oberfläche geglättet werden.

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